Checkliste: Qualität von Präventionsangeboten
1. Ziel & Schutzbezug
Das Angebot nennt konkrete Ziele (Schutzrechte, Grenzen, Hilfe holen,
Handlungssicherheit).Es ist klar, was Teilnehmer/innen nach dem Angebot konkret anders können.
2. Wirksamkeit statt nur Information
Es werden nicht nur Inhalte erklärt, sondern Kompetenzen praktisch geübt
(z. B. Gesprächs-/Grenz-Situationen).Es gibt Alltagsbezug und umsetzbare Beispiele.
3. Zeit & Intensität
Dauer und Aufbau sind angemessen (nicht nur „einmal informieren“).
Es gibt – wenn nötig – Wiederholung/ Auffrischung und Transfer in den Alltag.
4. Alters- und Entwicklungsangemessenheit
Inhalte, Sprache und Methoden passen zum Entwicklungsstand der Zielgruppe.
Sensible Themen werden passend, nicht überfordernd und schutzorientiert
thematisiert.
5. Fachlichkeit & Rolle des Anbieters
Anbieter sind fachlich qualifiziert im Kinder und Jugendschutz (nicht nur „Workshop
-Moderation“).Das Personal kann professionell mit belastenden Reaktionen/Fragen umgehen.
Es gibt Vorbereitung/ Abstimmung mit der Einrichtung.
Es werden klare Ansprechpersonen, Beschwerde- und Meldewege transparent
gemacht.
6. Methodik & Qualität der Umsetzung
Es werden geeignete Methoden genutzt (z. B. Gespräch, Übung, Reflexion,
Rollenspiele – altersangemessen).Es gibt einen sicheren Rahmen (u. a. klare Regeln, respektvolle Atmosphäre).
7. Team- und Organisationsbezug
Das Angebot beinhaltet Transfer für das Team (Vor-/ Nachbereitung
oder begleitende Reflexion).Rollen, Zuständigkeiten und Umsetzung im Alltag sind besprochen.
8. Risiko- und Schutzfaktoren werden berücksichtigt
Das Angebot adressiert Risiko- und Schutzfaktoren umfassend.
Es stärkt Ressourcen wie Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle, Zugehörigkeit und
Hilfesuche.
9. Nachbereitung & Wirkungskontrolle
Nach dem Angebot gibt es Auswertung/ Feedback und konkrete nächste Schritte.
Die Einrichtung hat eine Möglichkeit, die Umsetzung zu prüfen
(z. B. kurze Evaluation/ Transferbericht).
Weitere Informationen finden Sie unter:
Grüne Liste Prävention: Grüne Liste Prävention
Unsere Förderrichtlinien: Grundsätze über die Förderung von Angeboten | Familien.app Landshut